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C1 Adelheid Korb-Pap, Thomas Pap, Beate Eckes

Matrix vermittelte Fibroblastenaktivierung in rheumatoider Arthritis

Dr. Adelheid Korb-Pap

Institut für Muskuloskelettale Medizin (IMM)
Universitätsklinikum Münster
Albert Schweitzer Campus 1, Geb. D3, 48149 Münster

Prof. Dr. Thomas Pap

Institut für Muskuloskelettale Medizin (IMM)
Universitätsklinikum Münster
Albert Schweitzer Campus 1, Geb. D3, 48149 Münster

Dr. Beate Eckes

Translationale Bindegewebsforschung
Medizinische Fakultät, Universität zu Köln
Joseph-Stelzmann-Str. 52, 50931 Köln

Zusammenfassung

Die rheumatoide Arthritis (RA) ist eine chronisch entzündliche Autoimmunerkrankung, die zu einer fortschreitenden Zerstörung des Knorpels und Knochens in Gelenken führt. Fibroblasten-ähnliche Synoviozyten (FLS) spielen eine zentrale Rolle in der progressiven Zerstörung des Gelenkknorpels. Im Krankheitsverlauf nehmen sie einen invasiven tumorähnlichen Phänotyp an, der morphologisch durch Invadopodien-ähnliche Adhäsionsstrukturen charakterisiert ist, mit denen die FLS in den vorgeschädigten Knorpel eindringen. Als ein Schlüsselelement enthalten diese Invadopodien-ähnlichen Strukturen b1 Integrine, die den Kontakt zwischen den FLS und der extrazellulären Matrix (EZM) des Knorpels vermitteln. Vorläufige Daten unserer Gruppen weisen den Integrinen a2b1 und a11b1 eine besondere Rolle in der Bildung und Funktion der Invadopodien-ähnlichen Adhäsionsstrukturen zu.

An Proben von RA Patienten und an etablierten RA-Mausmodellen werden wir die Hypothese überprüfen, ob die Ausbildung der Invadopodien-ähnlichen Strukturen in arthritischen FLS mit der Schwere der Erkrankung korreliert, und ob und in welcher Weise der Verlust oder die Hemmung der Integrine a2b1 und a11b1 den invasiven Phänotyp von FLS beeinflusst und dadurch die Invadopodien-vermittelte Knorpeldestruktion verändert. Die in vivo Untersuchungen werden gestützt durch hochauflösende Bildgebung, komplexe Zellkulturmodelle und systembiologische Analysen.

Unser Langzeit-Ziel ist die Identifikation von Zielmolekülen und Signalwegen, die genutzt werden können, um die Entstehung des invasiven FLS Phänotyps und rheumatoide Gelenkzerstörungen zu verhindern.